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Was muss ich bei Overclocking beim RAM beachten?
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Was muss ich bei Overclocking beim RAM beachten?
Grundsätzlich sollten Sie für Overclocking-Systeme ausschließlich Arbeitsspeicher-Module einsetzen, die nicht bereits an ihrer Leistungsgrenze arbeiten. Daher sollten sich auf den Einsatz von so genannten "Value Select Kits" verzichten. Diese bieten in der Regel zwar eine sehr gute Kompatibilität für den Normalbetrieb, haben aber normalerweise keinerlei Leistungsreserven für Overclocking. Auf den Einsatz von sogenannten "Low Voltage"-Modulen sollte ebenfalls verzichtet werden.
Für Overclocking geeignete RAM-Module werden von den Herstellern in der Regel auch so gekennzeichnet. Ein typischer Vertreter dieser Kategorie wäre die Corsair XMS Serie.
Oft bietet es sich auch an, schneller spezifizierten Arbeitsspeicher, als die Hauptplatine benötigt, bestücken. Bei manchen Hauptplatinen kann man den Arbeitsspeicher-Takt einzeln einstellen. Bei anderen Hauptplatinen ist dies als festes Verhältnis zum Prozessortakt eingestellt. Damit der Arbeitsspeicher schneller arbeiten beziehungsweise mehr getaktet werden kann, muss die Versorgungsspannung erhöht werden. Dies kann man entweder in den BIOS-Einstellungen der Hauptplatine vornehmen oder durch geeignete Platzierung von Steckbrücken (sogenannte Jumper) auf der Platine einstellen. Lesen Sie hierzu bitte die Bedienungsanleitung Ihrer Hauptplatine.
Durch die erhöhte Betriebsspannung und den erhöhten Arbeitstakt erwärmt sich das Modul stärker als vom Hersteller vorgesehen. Um eine Beschädigung zu vermeiden, müssen entsprechende Kühlmaßnahmen vorgenommen werden. Hier bietet sich der Einsatz von sogenannten RAM-Kühlern an. Je nach Leistungssteigerung können passive oder aktive RAM-Kühler eingesetzt werden. Ferner gibt es Wasserkühlungssysteme, die Arbeitsspeicher-Module mit einbinden können. Eine ausreichende Kühlung ist unbedingt nötig um Beschädigungen zu vermeiden.
eingereicht am Mittwoch, 04.08.2010